was ist film plus* // what is film plus*

Diese neue, bewusst transdisziplinär angelegte Filmreihe rückt die Begegnung mit dem Unbekannten, dem vermeintlich Fremden in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Mechanismen des Umgangs mit „dem Fremden“ sind dabei nicht nur Thema, sondern auch Methode. Die monatlichen Veranstaltungen werden gemeinsam mit KünstlerInnen verschiedener Richtungen gestaltet. Dabei treffen Filme auf Musik, Literatur, Performance oder bildende Kunst. Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen erinnern sich daran, was es heißt, an einem unbekannten Ort anzukommen – ein kulturelles Laboratorium, in dem die Integration unterschiedlicher Kulturen und Disziplinen jedes Mal aufs Neue erprobt wird.

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This new series of films, consciously trans-disciplinary in its approach places its main focus on encounters with the unknown, with all things that appear alien to us. The mechanisms of dealing with „the alien“ provide not only the theme, but also one of the methods. The events, held on a monthly basis, will be carried out with the help of several artists from various fields. In this way, film is enhanced by music, literature, performance or the fine arts. People from various cultural backgrounds look back on what it means to arrive in an unfamiliar place – a cultural laboratory, where the integration of different cultures and disciplines is continually approached in a new way.

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film plus* – Transdisziplinarität als Herausforderung und Chance

Das Thema

„Integration ist keine Einbahnstraße, sondern ein Prozess, in dem alle gefragt sind – und von dem auch alle profitieren können.“

Ein Konzept für eine transdisziplinäre Filmreihe über das Ankommen und über das Willkommen-heißen. Die Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ ist ein emotionsbeladenes Thema. Ein Thema, das viel zu oft unter dem medial verstärkten Vorzeichen von Ängsten und Vorurteilen diskutiert wird, anstatt die sich daraus ergebenden Chancen in den Mittelpunkt zu stellen.

Mit der Reihe „film plus*“ wird eine andere Sichtweise erprobt und der Versuch unternommen, gängige Grenzziehungen und/oder Identitätskonzepte zu thematisieren und zu hinterfragen.

Film als Medium des Perspektivwechsels

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltungsreihe steht der Film – in allen seinen Formen.

Das Medium Film eignet sich hervorragend dazu, in fremde Welten einzutauchen und damit die eigene Perspektive zu ergänzen und vielleicht sogar zu verändern. Deshalb beinhaltet jede der Veranstaltungen die Vorführung von Filmen. Ein Schwerpunkt der Filmprogramme liegt auf dokumentarischen und experimentellen Formen. Gezeigt werden sowohl Lang- als auch Kurzfilme und künstlerische Videoarbeiten.

Dieses Eintauchen in fremde Welten eröffnet – zumindest für die Dauer der Filmvorführung – die Möglichkeit, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Dieser besonderen Stärke des Mediums Film möchte sich die Veranstaltungsreihe bedienen, allerdings nicht ohne die „Illusionsmaschine“ Film mit einem mindestens ebenso wichtigen zweiten Baustein zu kombinieren – eben „film plus*“.

film plus* – Transdisziplinarität als Herausforderung und Chance

Der zweite integrale Bestandteil der monatlichen Veranstaltungen ist ein „plus“ ganz unterschiedlicher Art, das das Filmprogramm flankiert, ergänzt und gegebenenfalls auch konterkariert.

Das „plus“ kann verschiedene Formen annehmen, beginnend beim klassischen Filmgespräch, in dem es um die Hintergründe des Themas, die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Films oder formale Besonderheiten geht, bis zur Performance, zum Konzert oder zur interaktiven Installation. „film plus*“ übernimmt eine Brückenfunktion – zwischen dem, was man schon kennt und dem, was einem noch fremd erscheint. „film plus*“ will neue Horizonte eröffnen und die klassische Form der (Film-)Rezeption ergänzen. Transkulturalität – Die Begegnung mit dem Fremden ist Programm.

Die Zusammenstellung des Veranstaltungsprogramms wird die Leipziger Kuratorin Luc-Carolin Ziemann in Kooperation mit verschiedenen KünstlerInnen übernehmen, die selbst die Erfahrung des Ankommens in Deutschland, bzw. in Leipzig und Sachsen gemacht haben und die heute ihre Erfahrungen als Zugereiste, bzw. Zugezogene in ihre künstlerische Produktion einfließen lassen.

Diese Zusammenarbeit in der Ausgestaltung der einzelnen Veranstaltungen ist ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Das Ziel ist es, nicht nur über die Begegnung mit dem Fremden zu sprechen, sondern die Begegnung mit dem Fremden selbst zum Teil des Programms zu machen.