„… und ich bin auch wirklich stolz darauf, was ich mitbekommen habe!“

Die Präsentation des Workshops: My Legacy // Mein Erbe // Mon héritage am Freitag, den 24.02.2012 in der Galerie für Zeitgenössische Kunst war sowohl fürs Publikum als auch für die jugendlichen KünstlerInnen ein spannender Moment.

In dem 5-tägigen Ferienworkshop hatten sich die TeilnehmerInnen mit dem auseinander gesetzt, was sie als „ihr Erbe“ ansehen, also das, was sie „mitbekommen haben“ – von ihren Eltern, ihrer Heimat, ihrer Umgebung.

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Das Ergebnis waren zwei Filme, zwei Filminstallationen, eine Installation im Raum und ein Soundtrack mit gestaltetem CD-Booklet, die von Freitag bis einschließlich Sonntag in der Galerie für Zeitgenössische Kunst ausgestellt wurden.

In einer feierlichen Vernissage wurden die KünstlerInnen und ihre Werke dem Publikum vorgestellt und erklärten den interessierten BesucherInnen anschließend gerne ihre Arbeiten.

Dieser Workshop wurde gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und wird in Kooperation mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst und dem Referat für Migration und Integration durchgeführt.

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Bergfest beim Workshop „My Legacy//Mein Erbe//Mon héritage“

Seit drei Tagen sind die TeilnehmerInnen des Jugendworkshops „My Legacy//Mein Erbe//Mon héritage“ dabei, ihr eigenes Erbe zu erkunden und sich verschiedene Werke unterschiedlichster Künstler gemeinsam anzuschauen, die allesamt mit und über dieses Thema arbeiten.

Nun geht es daran, die eigenen Ideen umzusetzen…

Wer Lust hat, sich die Ergebnisse anzuschauen, ist ganz herzlich eingeladen, das am Freitag, den 24.02.2012 um 16 Uhr zu tun.

Präsentation: „My Legacy//Mein Erbe//Mon héritage“, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Str. 9-11

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Dieser Workshop wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und wird in Kooperation mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst und dem Referat für Migration und Integration durchgeführt.

Filmworkshop: My Legacy//Mein Erbe//Mon héritage (20.-24.02.2012)

Was hast Du von Deinen Eltern geerbt?

Die blauen Augen?  Den besonderen Humor?   Die Liebe zur Musik? Oder die Angst, nie anzukommen?

Ein Workshop über unterschiedliche Erfahrungen und Wege, mit Ihnen (künstlerisch) umzugehen.

Jeder von uns trägt ein Erbe mit sich, das uns durch unsere Familie, die Orte unserer Kindheit und die Erfahrungen, die wir gemacht haben mitgegeben wurde. Unser Erbe kann uns viele Türen öffnen, aber es kann auch schwer zu tragen sein, sperrig und manchmal sogar fremd.

Manchmal macht es unser Erbe im Gepäck uns schwer, im Hier und Jetzt anzukommen, sich einzubringen und „heimisch“ zu werden.

In diesem Workshop habt ihr die Möglichkeit, Euch dem zu nähern, was ihr selbst als euer „Erbe“ anseht. Wir werden die Arbeiten verschiedener KünstlerInnen kennen lernen, die sich mit ihrem eigenen Erbe beschäftigen. In einem zweiten Schritt habt ihr dann selbst die Möglichkeit, einen eigenen Film über „Euer Erbe“ zu machen.

In den Winterferien (20.-24.02.2011, 10-15 Uhr)

15 EUR Teilnahmegebühr, frei mit Leipzig Pass

für Jugendliche ab 12 Jahren

Wo: GfZK for You, Karl-Tauchnitz-Str. 9-11, D-04107 Leipzig

Anmeldung und Infos: filmplusleipzig@googlemail.com

Dieser Workshop wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und wird in Kooperation mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst und dem Referat für Migration und Integration durchgeführt.

Fazit: Jeanne d’Arc Masriya

Bei klirrend kalten Temperaturen enführte Iman Kamel die ZuschauerInnen mit ihrem Film „Beit Sha’ar / Nomads Home“ in die Weiten der Wüste Sinai und diskutierte danach mit dem Publikum über die Frage, wo die ägyptischen Frauen heute, ein Jahr nach dem Rücktritt des alten Regimes Mubarak stehen.

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Sie stellte ihr neues Projekt „Jeanne d’Arc Mariya / Die ägyptische Jeanne d’Arc“ vor, für das sie Interviews mit vielen Aktivistinnen führt, in deren Mittelpunkt weniger die Zeit der Revolution steht, sondern die Frage nach ihren Wünschen und Visionen für die Zukunft.

Wer sich noch weiter mit dem Thema „Frauen in Ägypten“ beschäftigen möchte, kann das unter anderem in diesem interessanten Dossier der ZEIT tun.

 

Jeanne d’Arc auf dem Tahrirplatz – 11.02., 19 Uhr GfzK (Cafe KAFIC)

Vorführung: “Beit Sha’ar/ Nomad’s Home” Regie: Iman Kamel (2010), Ägypten, Deutschland, 61 min.

 Im Anschluss an die Vorführung laden wir zu einem Gespräch mit Iman Kamel ein.

Am 11.02.2012 jährt sich der Rücktritt des ägyptischen Despoten Hosni Mubarak. An diesem Tag haben die RevolutionärInnen vom Tahrirplatz Geschichte geschrieben. Mit dem Sturz des Regimes inspirierten sie Menschen auf aller Welt. Gerade die Tatsache, dass im Arabischen Frühling entgegen aller Wahrscheinlichkeit Muslime und Christen, Frauen und Männer, Arbeiter und Intellektuelle gemeinsam auf die Strasse gingen, motivierte viele Nachahmer. Kurz darauf begannen auch in Madrid, New York und Berlin Demonstrationen für eine andere Gesellschaft.

Frauen spielen eine wichtige Rolle im Arabischen Frühling. Ohne die weiblichen Aktivistinnen mit und ohne Kopftuch wären die Revolutionen in Ägypten, Tunesien und Syrien undenkbar. Diese Frauen waren bereit, mit aller Kraft für die Freiheit zu kämpfen. Die Filmemacherin Iman Kamel (Kairo/Berlin) sieht in ihnen legitime Nachfolgerinnen der legendären Jeanne d’Arc.

Heute, ein Jahr danach, werden die politischen Frühlingsgefühle von massiver Frustration überschattet. Es häufen sich die Anzeichen, dass Frauen ganz gezielt wieder aus dem politischen Diskurs verdrängt werden sollen. Der Tahrirplatz ist von einem Ort der gelebten Freiheit und Utopie wieder zu einem Platz geworden, auf dem Frauen Angst um ihre persönliche Integrität haben.

Iman Kamel hat in ihrem mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm „Beit Sha’ar/ Nomad’s Home“ eine starke Frau in den Mittelpunkt gestellt, die innerhalb der patriarchalen ägyptischen Gesellschaft ihren eigenen Weg geht. Die Beduinin Selema lebt im Sinai, an der Grenze zu Israel. Selema ist eine starke, ganz und gar unabhängige Frau, die es geschafft hat, in dieser unwirtlichen, stark militarisierten Gegend aus den starren Traditionen auszubrechen. Iman Kamels Film ermöglicht einen Einblick in das Leben dieser außergewöhnlichen Frau und die (vor-revolutionäre) ägyptische Gesellschaft und ist gleichzeitig subtile Studie zur Beschaffenheit der Freiheit. Selemas Weg und ihre Definition von Freiheit ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Im arabischen Frühling wurde aus vielen individuellen Antworten für eine begrenzte Zeit ein machtvoller Chor, der weit über die Ländergrenzen zu vernehmen war.

Mehr Informationen zu „Beit Sha’ar/ Nomad’s Home“ finden sich auf der Webseite www.nomadshome.net

Momentan arbeitet Iman Kamel für ihr neues Projekt „Jeanne d’Arc Masriya” (“Die ägyptische Jeanne d’Arc”) mit verschiedenen ägyptischen Aktivistinnen zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Frauen selbst und die Frage, wie es gelingen kann, die ganz bewusste Verknüpfung des Privaten mit dem Politischen gerade in Zeiten der Repression nicht aufzugeben.

“We are not only changing the regime.

We are changing ourselves.

We are discovering ourselves anew!”

Nada (Activist in Tahrirsquare)

Leipzig, 11-FEB-12, Galerie für Zeitgenössische Kunst

Karl-Tauchnitz-Straße 9-11, D-04107 Leipzig

Beginn 19:00 Uhr, Eintritt: 3,50 EUR

mit Iman Kamel, Moderation Luc-Carolin Ziemann

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.