Pressematerial Home is Where the Heart is

Presseinformationen folgen in Kürze!

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Home is Where the Heart is

Home is Where the Heart is
Filmspaziergang am 3. August 2011 ab 21.00 Uhr
Treffpunkt KAFIC, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Karl-Tauchnitz-Straße 9, 04177 Leipzig
Der Eintritt ist frei.


Eine Expedition in fremde Wohnzimmer, in denen Filme gezeigt werden, die sich mit dem Heimatgefühl auseinandersetzen und erkunden, welche Rolle die Wohnung für dieses Gefühl spielt.

Heimat ist für viele Menschen zunächst mal der ein Ort, an dem sie sich zu Hause fühlen – nämlich in ihren eigenen vier Wänden. Flüchtlinge lassen in der Hoffnung auf ein besseres Leben nicht nur ihr Heimatland zurück, sondern auch ihre Wohnung, ihr Haus, ihren Rückzugsort.

Solange Menschen unterwegs sind und sich nicht häuslich nieder lassen können, kann sich nur schwer ein Gefühl von Heimat einstellen. Heimat braucht einen Raum, eine Tür, ein Bett.
Dieser Abend widmet sich dem Gefühl von Heimat und Zuhausesein.
In verschiedenen Privatwohnungen werden Kurzfilme zu diesem Thema gezeigt, die Zuschauer treten in private Räume und erleben, wie unterschiedlich diese Rückzugsorte beschaffen sein können. Auch für die Bewohner ändert sich der Blick auf die eigene Umgebung: Fremde erhalten Einblick in Lebenswelten, zu denen sie sonst keinen Zutritt hätten. So ist “Home is Where the Heart is” auch eine Stadterkundung mit künstlerischen Mitteln.

12 Monate Deutschland

„12 Monate Deutschland“
Filmvorführung mit Diskussion für Schulklassen
am 6.07. um 10.00 Uhr in der Cinémathèque Leipzig e.V. (naTo)

Gezeigt wird der Dokumentarfilm „12 Monate Deutschland“ (Regie: Eva Wolf) über die Erfahrungen von vier AustauschschülerInnen in Deutschland.
Anschließend ist eine Diskussionsrunde mit der Regisseurin Eva Wolf und Austauschschülern verschiedener Nationen,
die momentan in deutschen Gastfamilien einen einjährigen Schüleraustausch machen, geplant.

„12 Monate Deutschland“ von Eva Wolf, Deutschland 2010, 98 min.


12 Monate Abenteuer für Constanza aus Chile, Kwasi aus Ghana, Eduardo aus Venezuela und Nairika aus den USA, als Ausstauschüler zu Gast in Deutschland. 12 Monate Abenteuer auch für die Gastfamilien. Vom ersten Moment an ist die Kamera dabei, bleibt vertrauter, heimlicher Freund sowohl der Schüler als auch der deutschen Gasteltern, dem sie ihre Freuden, Sorgen und Erlebnisse anvertrauen. In diesem intensiven Jahr gibt es Hoffnungen, Enttäuschungen, neue Erkenntnisse und große Emotionen bei allen Beteiligten.

„12 Monate Deutschland“ wirft durch die Augen der Austauschschüler einen ganz neuen, humor- vollen und warmherzigen Blick auf Deutschland und besonders auf die Institution Familie. Eva Wolf zeigt in ihrem Film, dass es niemals einfach ist, sich in ein Abenteuer zu stürzen, aber eine der intensivsten Erfahrungen zu merken, wie man dabei über sich hinaus gewachsen ist.

 

 
Die Veranstaltung wird unterstützt durch AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. und ist kostenfrei.  

Anmeldung für Schulklassen über filmplusleipzig@googlemail.com

08-JUN-11, „MishMashMe“ – interaktive Film-Installation und Diskussion im KAFIČ

Identitätsfallen und das vermeintlich Normale im aktuellen Migrationsdiskurs

Leipzig, 08-JUN-11, Café KAFIČ
Diskussion um 19.00 Uhr, Installation ab 16.00 Uhr
Kuratiert von Luc-Carolin Ziemann
Mit Tine Papendick, Nahla Küsel, Rebecca Pates, Ekrem Senol

Was macht uns zu denen, die wir sind?
Unsere Herkunft? Unsere Erfahrungen? Unser Geschlecht? Unser Aussehen? Unser Name? Unser Wissen oder unsere Entscheidungen?

Wir leben in einer stark globalisierten Welt, sind aber gleichzeitig eingebunden in diverse Netzwerke, Gruppen und Communities, die unsere Identität von außerhalb beeinflussen und formen – ob wir wollen oder nicht. Wir alle sind gleichzeitig auch, wie schon der Ethnologe Claude Lévi-Strauss ausführte, selbst als Bastler, als ,,bricoleures“ unserer Identität tätig und verändern unsere Identität stetig. Das gilt in der globalisierten und stark virtualisierten Welt mehr denn je.

Identität ist das Ergebnis komplexer sozialer und psychischer Prozesse. Einige Teile unserer Identität wählen wir selbst, andere werden uns zugeschrieben, wieder andere versuchen wir mit aller Kraft abzustoßen, kurz: Identität ist eine ausgesprochen flüchtige Sache und keineswegs statisch.

In der aktuellen Debatte um Migration und Integration wird diese Tatsache leicht außer Acht gelassen. Stattdessen wird eine homogene quasi-natürliche kulturelle Identität entworfen, mit deren Hilfe ein imaginiertes nationales „Wir“ gegenüber dem „Anderen“ abgrenzbar gemacht werden soll.

Hybride Identitäten, die sich stetig wandeln und offen für neue Einflüsse sind, kommen in diesen Konzepten nicht vor – sie untergraben die Idee einer Leitkultur und die Logik einer Leitidentität.

Von den „Anderen“, zum Beispiel MigrantInnen wird gefordert, sich zu integrieren. Dabei wird der Begriff Integration als Anpassung des Fremden an eine bestehende Norm verstanden. Integration gilt als ein Prozess, den einzelne Menschen zu durchlaufen haben, bevor sie sich der Norm der neuen Heimat ausreichend angenähert haben und sich deshalb als Teil des Ganzen fühlen dürfen. Doch wie soll eine solche Norm aussehen? Wer definiert sie? In welchem Verhältnis steht die Norm zu den Individuen, die sie verkörpern? Welche Auswirkungen haben die weltweiten Migrationsbewegungen auf die Konstruktion von Identität und Vorstellungen von Normalität? Welchen Interessen dient eine solche Norm? Und was passiert, wenn sich die Menschen in dieser Norm nicht mehr wieder finden?

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Mehr Informationen zur Installation: http://mishmashme.de/

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Weiterdenken-Heinrich Böll Stiftung Sachsen, gefördert durch die Kulturstiftung Sachsen und die DEFA-Stiftung.

   

Trailer MishMashMe

Vier FilmemacherInnen und ein Blogger aus Berlin machen sich auf zu einer Reise um die Welt. Sie wollen Menschen auf eine bisher unbekannte Weise verbinden und darüber einen Dokumentarfilm drehen. Im Rahmen ihrer Reise über alle sieben Kontinente sammeln sie Geschichten und Bilder von Menschen und laden die Portraitierten gleichzeitig dazu ein, selbst spielerisch in eine andere Haut zu schlüpfen und neue, zusammen gesetzte Identitäten auszuprobieren.

Mit einem umgebauten Lastwagen transportieren sie ihre interaktive Installationswerkstatt. Sie sammeln Bilder von Menschen aus unterschiedlichen kulturellen, geographischen, religiösen und persönlichen Zusammenhängen. Mit Hilfe einer Animationssoftware und einfacher Post-It-Aufkleber werden die Teilnehmer selbst zu Puzzlestücken. Wer möchte, der probiert einfach aus, wie es wohl wäre, im Körper seines Nebenmannes zu stecken oder wie dieses netten Mädchens aus Istanbul auszusehen. Alles ist möglich, man kann seine Hautfarbe, das Geschlecht, die Größe oder die Statur ändern, sich mit anderen Teilnehmern mischen, neu kombinieren und ausprobieren, wie es sich wohl anfühlen könnte, jemand ganz anderes zu sein. Die fünf Crewmitglieder des MishMashMe Vans haben bisher mehrere 1000 Menschen gemishmashed und dabei fast 12.000 Kilometer zurück gelegt und waren die ganze Zeit mit der Kamera dabei, um ihr Projekt und die Reaktionen der Menschen auf ihrem Weg zu dokumentieren. Im Rahmen der Veranstaltung wird die Installation erstmals in Leipzig zu erleben sein.

Mehr dazu: http://www.mishmashme.de

Pressematerial MishMashMe

Leipzig, 08-JUN-11, Café KAFIČ
Diskussion um 19.00 Uhr, Installation ab 16.00 Uhr
Kuratiert von Luc-Carolin Ziemann
Mit Tine Papendick, Nahla Küsel, Rebecca Pates, Ekrem Senol

Pressekontakt: filmplusleipzig@googlemail.de
Download Pressemitteilung: PM_filmplus_mishmashme_20110505

Pressefotos:

   

   

   

Bilder und Text können honorarfrei abgedruckt werden. Für Vollbildanzeige und Download auf das entsprechende Bild klicken.

Mehr Informationen zur Installation: http://mishmashme.de/

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Weiterdenken-Heinrich Böll Stiftung Sachsen, gefördert durch die Kulturstiftung Sachsen und die DEFA-Stiftung.

   

was ist film plus* // what is film plus*

Diese neue, bewusst transdisziplinär angelegte Filmreihe rückt die Begegnung mit dem Unbekannten, dem vermeintlich Fremden in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Mechanismen des Umgangs mit „dem Fremden“ sind dabei nicht nur Thema, sondern auch Methode. Die monatlichen Veranstaltungen werden gemeinsam mit KünstlerInnen verschiedener Richtungen gestaltet. Dabei treffen Filme auf Musik, Literatur, Performance oder bildende Kunst. Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen erinnern sich daran, was es heißt, an einem unbekannten Ort anzukommen – ein kulturelles Laboratorium, in dem die Integration unterschiedlicher Kulturen und Disziplinen jedes Mal aufs Neue erprobt wird.

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This new series of films, consciously trans-disciplinary in its approach places its main focus on encounters with the unknown, with all things that appear alien to us. The mechanisms of dealing with „the alien“ provide not only the theme, but also one of the methods. The events, held on a monthly basis, will be carried out with the help of several artists from various fields. In this way, film is enhanced by music, literature, performance or the fine arts. People from various cultural backgrounds look back on what it means to arrive in an unfamiliar place – a cultural laboratory, where the integration of different cultures and disciplines is continually approached in a new way.

film plus* – Transdisziplinarität als Herausforderung und Chance

Das Thema

„Integration ist keine Einbahnstraße, sondern ein Prozess, in dem alle gefragt sind – und von dem auch alle profitieren können.“

Ein Konzept für eine transdisziplinäre Filmreihe über das Ankommen und über das Willkommen-heißen. Die Auseinandersetzung mit dem „Fremden“ ist ein emotionsbeladenes Thema. Ein Thema, das viel zu oft unter dem medial verstärkten Vorzeichen von Ängsten und Vorurteilen diskutiert wird, anstatt die sich daraus ergebenden Chancen in den Mittelpunkt zu stellen.

Mit der Reihe „film plus*“ wird eine andere Sichtweise erprobt und der Versuch unternommen, gängige Grenzziehungen und/oder Identitätskonzepte zu thematisieren und zu hinterfragen.

Film als Medium des Perspektivwechsels

Im Mittelpunkt dieser Veranstaltungsreihe steht der Film – in allen seinen Formen.

Das Medium Film eignet sich hervorragend dazu, in fremde Welten einzutauchen und damit die eigene Perspektive zu ergänzen und vielleicht sogar zu verändern. Deshalb beinhaltet jede der Veranstaltungen die Vorführung von Filmen. Ein Schwerpunkt der Filmprogramme liegt auf dokumentarischen und experimentellen Formen. Gezeigt werden sowohl Lang- als auch Kurzfilme und künstlerische Videoarbeiten.

Dieses Eintauchen in fremde Welten eröffnet – zumindest für die Dauer der Filmvorführung – die Möglichkeit, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Dieser besonderen Stärke des Mediums Film möchte sich die Veranstaltungsreihe bedienen, allerdings nicht ohne die „Illusionsmaschine“ Film mit einem mindestens ebenso wichtigen zweiten Baustein zu kombinieren – eben „film plus*“.

film plus* – Transdisziplinarität als Herausforderung und Chance

Der zweite integrale Bestandteil der monatlichen Veranstaltungen ist ein „plus“ ganz unterschiedlicher Art, das das Filmprogramm flankiert, ergänzt und gegebenenfalls auch konterkariert.

Das „plus“ kann verschiedene Formen annehmen, beginnend beim klassischen Filmgespräch, in dem es um die Hintergründe des Themas, die Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Films oder formale Besonderheiten geht, bis zur Performance, zum Konzert oder zur interaktiven Installation. „film plus*“ übernimmt eine Brückenfunktion – zwischen dem, was man schon kennt und dem, was einem noch fremd erscheint. „film plus*“ will neue Horizonte eröffnen und die klassische Form der (Film-)Rezeption ergänzen. Transkulturalität – Die Begegnung mit dem Fremden ist Programm.

Die Zusammenstellung des Veranstaltungsprogramms wird die Leipziger Kuratorin Luc-Carolin Ziemann in Kooperation mit verschiedenen KünstlerInnen übernehmen, die selbst die Erfahrung des Ankommens in Deutschland, bzw. in Leipzig und Sachsen gemacht haben und die heute ihre Erfahrungen als Zugereiste, bzw. Zugezogene in ihre künstlerische Produktion einfließen lassen.

Diese Zusammenarbeit in der Ausgestaltung der einzelnen Veranstaltungen ist ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Das Ziel ist es, nicht nur über die Begegnung mit dem Fremden zu sprechen, sondern die Begegnung mit dem Fremden selbst zum Teil des Programms zu machen.